Häusliche Gewalt

Grundlegendes:

Das Thema der Häuslichen Gewalt ist eines, unter dem viele Menschen bundesweit und weltweit teils in hohem Maße leiden. Sei es als Opfer, sei es als Täter selbst, als betroffenes Kind, welches die Gewalt miterleben muss. Gewalt selbst ist nicht ausschließlich körperliche Gewalt. Dies können auch Psychische Gewalt, Bedrohungen, Laut werden, Anschreien, Beleidigungen oder Stalking (Nachstellen) sein.

BIZeps bietet hier als Fachberatungsstelle wirkungsvoll Hilfe und Unterstützung, so dass die Gewalt enden kann.

Von unserer Grundhaltung lehnen wir generell Gewalthandlungen ab, anerkennen und wertschätzen alle Bemühungen, die zu einer Beendigung der Gewalt führen.

Für wen geeignet?

Vor allem für Männer und Jugendliche, in Ausnahmen auch für Frauen, welche beispielsweise im Rahmen einer Partnerschaft oder einer zurückliegenden Partnerschaft von Gewalt betroffen sind. Dies als Täter oder als Opfer. Eine ausreichende Motivation und Änderungswilligkeit sind Voraussetzung, ebenso ausreichende psychische Stabilität. Alkohol- oder Drogenmissbrauch sind Ausschlusskriterien.

Vorgehensweise:

  • Zunächst in der Regel telefonische Kontaktaufnahme
  • Vereinbarung eines Erstgespräches mit Berater
  • Vereinbarung von Rahmenbedingungen
  • Festlegung eines Beratungszieles
  • Gewaltverzichtserklärung
  • Einzelberatungen nach Möglichkeit etwa alle 2 Wochen
  • Nachgespräche

Beratungsformen:

  • Zumeist Einzelberatungssitzungen
  • Beratung im Rahmen eines Gruppenangebotes (derzeit nicht angeboten)
  • Bei entsprechenden Voraussetzungen auch Paarberatungen
  • Clearinggespräche mit von Gewalt betroffener Partnerin / betroffenem Partner möglich

Inhalte (können sein):

  • Auseinandersetzung mit Gewaltspirale
  • Erarbeiten einer Gewaltanamnese
  • Erarbeiten mehrerer Tatrekonstruktionen
  • Gewalt im Zusammenhang mit eigener Lebensbiografie (z. B. Genogrammarbeit)
  • Erarbeiten von Zusammenhang zwischen Rollen, Rollenmustern, Bildern, z. B. von Männlichkeit und Gewalt
  • Erstellen eines Notfallplanes
  • „Gefühlsfass“
  • Kosten-Nutzen-Analyse erstellen
  • Opferempathie

Wir orientieren uns weitgehend an den von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Täterarbeit (BAG Täterarbeit) entwickelten inhaltlichen Standards.

Zielsetzungen:

In aller Regel geht es bei der genannten Thematik darum, zukünftig Gewaltfreiheit zu erlangen.

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