Betreuungsweisung

Die Betreuungsweisung stellt eine jugendhilfeorientierte, sozialpädagogische Maßnahme gem. § 10 JGG dar.

Zielgruppe

Diese Hilfeform richtet sich an Jugendliche und junge Volljährige zwischen 14 und 21 Jahren.

Zur Betreuungsweisung wird derjenige/diejenige verurteilt, der/die wiederholt oder in erheblichem Ausmaß straffällig geworden ist. Seine/ihre Straffälligkeit wird als Ausdruck offensichtlicher Probleme in der Lebensführung und mangelnder sozialer Integration gesehen.

Die Lebenssituation der Jugendlichen und jungen Volljährigen ist zumeist durch mehrere der folgenden Faktoren gekennzeichnet:

  • kein oder nur geringer Bezug zur Familie
  • keine oder keine kontinuierliche Vertrauensperson im sozialen Umfeld
  • inkonsequentes Erziehungsverhalten, übertriebene Härte oder Überbetreuung im Elternhaus
  • unzureichende oder belastende Wohnverhältnisse
  • mangelnde schulische und/oder berufliche Perspektive
  • Verschuldung und finanziellen Notlagen
  • Suchtverhalten
  • fehlende Freizeitgestaltung („Abhängen“)
  • bei ausländischen Jugendlichen: ungeklärter oder unsicherer Aufenthaltsstatus

Ziele

  • Aufbau einer eigenständigen Lebensperspektive
  • Aufbau unterstützender sozialer Kontakte
  • Bewältigung schwieriger Lebenssituationen mit sozial akzeptierten Mitteln
  • Stabilisierung im Alltag durch Kontinuität und Integration in soziale Bezüge
  • Aktivierung vorhandener Ressourcen im sozialen Umfeld und in der Familie

Zeitrahmen

In Absprache mit der Jugendgerichtshilfe übernehmen wir Betreuungsweisungen, die  mindestens 6 Monate andauern sollen und in denen wöchentlich mindestens ein Betreuungstermin von ca. 3,5 Stunden im direkten Kontakt mit dem Jugendlichen/jungen Volljährigen vorgesehen ist.

Ansprechpartnerin/ Ansprechpartner

Martina Güngerich
guengerich@vie-ev.de

Jens Jekewitz
jekewitz@vie-ev.de